Nicht nur der Döner wird teurer. Auch bei der IHK gibt es so etwas wie stille Inflation – nur fällt sie kaum jemandem auf.
Das Prinzip kennt ihr: Der Preis bleibt gleich, aber die Portion wird kleiner. Bei der IHK läuft es andersherum: Die Punkte bleiben gleich – aber die Leistung, die man dafür erbringen muss, wächst still und leise.
Ein konkretes Beispiel: In der Frühjahresprüfung 2021 gab es 15 Punkte für die Erstellung einer Strukturbilanz – für ein einziges Berichtsjahr. In der Frühjahresprüfung 2025 mussten Prüflinge für 16 Punkte gleich zwei Strukturbilanzen erstellen: Berichtsjahr und Vorjahr.
Mehr Arbeit. Fast dieselbe Punktzahl.
Kurzer Einschub – weil es fair ist, das zu sagen:
Man kann das nicht eins zu eins vergleichen. Die Punkteverteilung (der sogenannte Zeitaufwand) berücksichtigt nicht nur die Anzahl der Jahre, sondern auch die Komplexität der jeweiligen Aufbereitungsmaßnahmen.
Vergleichsweise. So gab es im Frühjahr 2018 für die Erstellung der Strukturbilanz – nur für das Berichtsjahr – 10 Punkte, und im Herbst 2019 waren es 12 Punkte für eine vergleichbare Aufgabe.
Die Punkte spiegeln also immer die Gesamtaufgabe wider, nicht nur die Anzahl der berichtsjahre.
Trotzdem: Der Trend ist spürbar. Und er ist nicht der einzige.
Was mir dieses Jahr beim Korrigieren aufgefallen ist
Beim Korrigieren der aktuellen Prüfungshefte habe ich etwas bemerkt – und ich möchte, dass ihr das wisst, bevor ihr in die Prüfung geht.
Zur Erklärung: Prüflinge erhalten ein Lösungsheft mit karierten Seiten, zusammengeheftet. Dieses Heft hat immer einen sogenannten Korrektorenrand – der Bereich am Rand, in den Erst- und Zweitkorrektorin ihre Bewertungen und Punkte eintragen.
Bisher war das ein gemeinsamer Rand für beide Korrektoren.
Neu: Die IHK hat das Layout geändert. Der Korrektorenrand ist jetzt in zwei Spalten aufgeteilt – eine für die Erstkorrektorin, eine für die Zweitkorrektorin.
Klingt harmlos. Ist es aber nicht.
Denn dadurch ist der Platz, auf dem Prüflinge ihre Antworten schreiben können, um 1 cm schmaler geworden.
Das heißt: Ab jetzt stehen dir nur 13,5 cm zur Verfügung!
Warum das wichtiger ist, als es klingt
Einer der Fehler, den ich bei Prüflingen immer wieder sehe – und der regelmäßig Punkte kostet – ist schlechtes Platz-Management.
Die meisten üben auf freien Blättern, volle Breite, kein Rand. Strukturen wachsen intuitiv über die ganze Seite. Das fühlt sich gut an – und funktioniert beim Üben wunderbar.
Aber in der Prüfung? Da ist das Blatt plötzlich enger. Und wer dann erst anfängt zu überlegen, wie er seine Kapitalwertberechnung, seinen Kapitalbedarf oder seinen Liquiditätsplan irgendwie auf das schmale Blatt gequetscht bekommt, der verliert genau das, was er sich nicht leisten kann: Zeit, Übersicht und Struktur.
Je chaotischer die Lösung hingeschrieben ist, desto mehr Punkte bleiben liegen. Als IHK-Korrektorin mit über 10 Jahren Erfahrung sehe ich das in jeder Prüfungsrunde.
Der Idealzustand, mit dem du in die Prüfung gehst:
Für jeden Aufgabentyp weißt du bereits, wie du deine Lösung räumlich auf das Papier bringst.
Du hast eine Struktur – und du arbeitest dich darin vor, nicht irgendwie drauflos.
Lernstoff allein reicht nicht.
Platz-Management hat nichts damit zu tun, wie gut du den Lernstoff beherrschst. Und trotzdem kann es dein Prüfungsergebnis massiv beeinflussen. Es ist nur eine von vielen Stellschrauben – die die meisten Prüflinge nicht einmal kennen.
Die entscheidende Frage ist aber nicht: Kennst du solche Stolpersteine? Sondern: Kannst du wirklich deine Antworten so auf Papier bringen, wie die IHK es haben will – in 4 Stunden, unter echtem Druck?
Denn eine Sache ist es, einmal gehört zu haben, wie du bei der Prüfung taktisch vorgehen sollst – eine andere ist es, selbst in diese Fehler reinzutappen, sich die Nase blutig zu schlagen und dadurch für immer zu verstehen, worauf es in der Prüfung wirklich ankommt.
Und genau das macht unser BiBu-Bootcamp:
Es ist kein drölfzigster „Intensiv“- oder „Wiederhol“-Kurs. Es ist eine echte Prüfungssimulation – mit originalgetreuen IHK-Aufgaben, echtem Zeitdruck und Korrektur der Ergebnisse.
Du erfährst zum ersten Mal, wie eine Prüfung aus der Perspektive der Korrektorin aussieht – weil du selbst eine fremde Prüfung bewertest. Das verändert dauerhaft, wie du deine Antworten formulierst, strukturierst und auf Papier bringst.
Begleitet von vier IHK-Expertinnen, die aus hunderten bewerteten Prüfungen wissen, wo die Punkte liegen bleiben – und warum.
DAS IST DER UNTERSCHIED ZWISCHEN HOFFEN UND KÖNNEN:
"Ich weiß, wie ich Aufgaben richtig lese – und was die IHK wirklich fragt."
"Ich weiß, worauf Korrektor:innen achten und wie ich meine Antworten formulieren muss."
"Ich weiß, wie ich meine Zeit einteile – und verliere keine Nerven mehr."
"Ich bin bereit."
👉🏻 Genau so gehen Teilnehmende aus dem BiBu-Bootcamp in ihre Prüfung. Und genau so kannst auch du reingehen.
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